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Der Ringtausch in Kirche und Standesamt

& Tipps zum Trauringkauf

Was sagt man beim Anstecken?
Wer hält die Hochzeitsringe?
Das Anstecken der Trauringe
Beim Kauf der Eheringe berücksichtigen!

Was kann man beim Ringwechsel sagen?

"Nimm diesen Ring als Zeichen meiner Liebe und Treue!"

Trauringe mit Herz "Nimm diesen Ring als Zeichen meiner Liebe und Treue" - Das ist der traditionelle und immer noch am häufigsten gesprochene Satz, beim beiderseitigen Anstecken der Hochzeitsringe vor dem Altar der Hochzeitskirche: "Nimm diesen Ring als Zeichen meiner Liebe und Treue".

Doch das Brautpaar darf sich auch andere Formulierungen zum Ringtausch ausdenken.

Das kann das Brautpaar beim gegenseitigen Anstecken der Trauringe sagen:

"Ob ich nah bin oder fern,
dieser Ring möge dich jederzeit daran erinnern,
dass ich in Liebe und Treue bei dir bin."

Braut und Bräutigam können nacheinander auch dieses Beispiel sprechen, bevor Sie dem Partner den Ehering an den Finger stecken:

"Trage diesen Ring als Zeichen dafür,
dass meine Liebe zu Dir heil und unzerbrechlich ist.

Trag ihn auch als Zeichen dafür,
dass Gott unseren Liebesbund stets begleitet."

Auch diesen Spruch kann das Paar bei der beiderseitigen Ringgabe sagen und somit diese Worte für immer mit den Eheringen verbinden:

"Die Liebe, die mich durchzieht,
und die Treue, die ich dir verspreche,
sei immer durch diesen Ring vor Augen."

Der folgende Satz zeigt sehr gut, dass der Ring das Zeichen Ihrer Liebe ist:

"So rund, so heil, so endlos wie dieser Ring,
so soll meine Liebe stets sein; dazu helfe mir Gott."

Werden die folgenden Sätze, beim Ringtausch gesprochen, so bekommen Ihre Hochzeitsringe eine bleibende Bedeutung:

"Unsere Liebe sei immer glänzend,
heil und ohne Ende wie dieser Ring.
Sie sei auch so sichtbar,
fassbar und kostbar wie dieser Ring.
Trag ihn als Zeichen meiner Liebe und Treue."

Wenn ein ausführliches Trauversprechen zur Zeremonie gehört, das sich die Brautleute gegenseitig zusprechen, so folgt der Ringtausch diesem Trauversprechen, denn das Trauversprechen ist ein Treuegelöbnis, das durch den Ring "besiegelt" wird. Entweder geschieht das Anstecken der Ringe dann wortlos oder ein solcher Satz zum Ring wird an den Text des Treuegelöbnisses angehängt.

Weiter: Wer bringt und hält die Trauringe?

 

Die Trauringe in der Kirche

Wer bringt die Trauringe zur Kirche?

Die Ringe werden entweder vorher abgegeben ...

Zumeist ist der Ablauf dieser: Der Bräutigam oder ein Trauzeuge bzw. eine Trauzeugin bringen die Hochzeitsringe mit in die Kirche. Schon vor Beginn des Gottesdienstes werden die Ringe dem Küster bzw. der Küsterin (Messner) ausgehändigt. Sie werden auf den Altar gelegt, wo sie bis zur Ringzeremonie bleiben.

... oder die Ringe werden bereit gehalten

Eheringe auf RingkissenNicht überall werden die Ringe vorher abgegeben. Manche Pfarrer bzw. Pfarrerinnen handhaben es so, dass die Ringe bis zur Ringzeremonie beim Bräutigam bzw. beim Trauzeugen verbleiben. Ich rate allerdings davon ab, dass der Bräutigam die Ringe erst zum Ringwechsel aus der Tasche zieht.

Wo es nicht üblich ist, dass die Ringe vorher auf den Altar gelegt werden, sollten sie bei den Trauzeugen verbleiben und dann von denen dem Paar gereicht werden.

... oder die Hochzeitsringe werden beim Einzug feierlich in die Kirche getragen

Es gibt auch den Brauch, dass ein Kind zum Einzug in die Kirche die Ringe vorweg trägt. Diese Rolle kann eines der Blumenkinder übernehmen. Die Ringe sind dabei dekorativ auf einem Kissen befestigt. Dieses "Ringengelchen" gibt die Ringe entweder vorn am Altar ab oder hält sie bis zur Ringzeremonie fest und reicht sie dem Paar erst zum Ringwechsel.

Wer reicht die Trauringe dem Brautpaar?

Im Rahmen der Trauzeremonie hält der der Pastor bzw. die Pastorin die Ringe dem Paar hin und fordert zum Gegenseitigen Anstecken der Ringe auf. Dies geschieht nach dem Jawort bzw. dem gegenseitigen Trauversprechen. In der katholischen Kirche segnet der Geistliche die Ringe zuvor. Bei evangelischen Trauungen ist ein solcher Segen nicht üblich. (Man segnet in der protestantischen Kirche eigentlich nur Personen, nicht Gegenstände.)

In vielen Kirchen ist ein Ringtablett vorhanden. Vergewissern Sie sich vorher! Möchten Sie, dass Ihre Trauringe auf einem Ringkissen liegen, so müssen Sie für das Kissen wohl selbst sorgen.

Weiter: So geht der Ringtausch

So steckt sich das Paar die Trauringe gegenseitig an die Hand

RingübergabeNach dem Traubekenntnis / Trauversprechen (dem "Ja-Wort") bittet der Pfarrer bzw. die Pfarrerin das Paar, sich die Ringe gegenseitig anzustecken.

Oft fragen Brautleute, ob der Bräutigam erst der Braut den Ring ansteckt oder umgekehrt. Wer beginnt also diese Zeremonie? Früher war es wohl selbstverständlich, dass der Bräutigam beginnt. Denn die Übergabe des Ringes (Siegelringes) an die Braut ist ein Ursprung dieses Brauchs. Doch diese Konvention sollte heute keine Rolle mehr spielen. Entscheiden Sie selbst!

 

Sagt man etwas während des Ansteckens der Ringe?

Sie müssen nicht ...

Dieser sogenannte Ringwechsel kann schweigend geschehen. Es muss dabei nichts gesprochen werden, wenn Braut und Bräutigam die Ringe tauschen, denn es ist eine Zeichenhandlung, deren Sinn man ohne Worte versteht.

... sie dürfen etwas sagen!

Doch es ist auch schön, wenn sich Braut und Bräutigam einen Satz gegenseitig zusprechen. Das sollte allerdings wirklich nur ein Satz sein. Denn es ist eine symbolische Handlung, die man nicht mit zu vielen Worten "zuschütten" darf.

Möchte man mehr sagen, so tue man dies vorher in der Form eines Trauversprechens bzw. Treuegelöbnisses. Viele Beispiele für solche Texte finden Sie auf meiner Seite hochzeitsfluesterer.de unter Liebeserklärungen am Traualtar.

 

Bitte frei sprechen!

Trauversprechen und andere Texte, die aus mehreren Sätzen bestehen, sollten Sie ablesen. Doch wenn Sie sich entscheiden, zum Ringwechsel einen Satz zu sagen, so müssen Sie frei sprechen! Wenn die Ringe im Mittelpunkt stehen, können Sie nicht auf ein Blatt Papier schauen! Sie blicken beim Sprechen dem Partner ins Gesicht und dann auf die Ringe.

So geht es:

Sie schauen Ihr Gegenüber an! Sie sprechen Ihren Ihren Satz und stecken danach erst den Ring an die Hand Ihres Partners bzw. Ihrer Partnerin.

Können Braut und Bräutigam auch im Standesamt etwas sagen, wenn sie die Ringe tauschen?

Ja, sicher! Falls Sie nicht kirchlich heiraten, sondern es bei der standesamtlichen Zeremonie belassen, dann sollten jedenfalls dabei etwas sagen.

Heiraten Sie auch kirchlich, so sollten Sie die Ringzeremonie im Standesamt kurz halten - eventuell da auf den Ringtausch verzichten und ihn für die Kirche "aufheben".

Ich gebe Ihnen hier Beispiele für Sätze, die Sie in der Kirche sprechen können. Diese können Sie ebenso im Standesamt nutzen.

Tipp: Begleitend zum gegenseitigen Anstecken der Trauringe (oder direkt im Anschluss) kann Musik erklingen. Eine große Auswahl passender Lieder zum Ringwechsel mit Hörbeispielen zeige ich Ihnen in den Kapiteln Musik / Songs.

Weiter: Beim Trauringkauf beachten

Beachten Sie bei der Wahl Ihrer Hochzeitsringe!

Früher war der Kauf von Trauringen einfach.

Eheringe-mit-klassischer-Gravur Lange Zeit sahen Trauringe einheitlich aus, so wie das Bild links es zeigt: Der typische Ehering war aus Gelbgold, er war glatt und schlicht. Trauringe unterschieden sich einerseits im Gewicht - sie waren also dicker oder dünner.

Andererseits unterschieden sie sich im Feingehalt des Goldes - je nach den finanziellen Möglichkeiten. Preiswerte Ringe bestanden aus 333er Gold. Das am meisten verwendete Material war das 585er Gold. Wer viel Geld ausgeben mochte, wählte gar 750er (18 Karat) Gold.

Für die Inschrift im Ring machte man sich keine großen Gedanken: Die Gravur im Ehering enthielt die Namen von Braut und Bräutigam und das Datum der Trauung.

So einheitlich und wenig unterschiedlich waren Hochzeitsringe. Denn jeder sollte gleich erkennen, dass es sich um einen Ehering handelt. Die Ringe waren nicht nur Erinnerung für Braut und Bräutigam - sie waren auch ein Signal nach Außen, das zeigte: Ich bin gebunden!

Der Kauf dieser Trauringe war relativ einfach. Dazu brauchten Braut und Bräutigam nicht viel Zeit und keine besondere Beratung.

 

Das hat sich gewandelt:

Trauringe sind nun auch individuelles Schmuckstück

Eheringe sind wie eh und je ein Symbol der Verbundenheit und der Liebe und Treue. Das macht die Ringe aus. Doch Brautpaare legen heutzutage Wert darauf, dass ihre Ringe auch Schmuckstück sind. Material und Design der Trauringe werden daher immer vielfältiger.

Neben dem Gelbgold eroberten sich auch Weißgold, Silber und Platin einen Platz als Material in Hochzeitsringen. Die Ringe sind vielfältig geformt, und mit Edelsteinen besetzte Ringe sind kein Tabu mehr.

Man muss einem Trauring nicht mehr auf den ersten Blick ansehen, dass er eine Ehe besiegelt. Das ist gut so, denn die Ringe sind ein inniges Symbol für Braut und Bräutigam - nicht für die anderen Menschen.

 

Die Wahl der Eheringe wird schwieriger - aber auch persönlicher und interessanter!

Die Trauringe sind auch Schmuckstück. Doch sie können nicht Trendschmuck oder gar Modeschmuck sein, denn sie sollen über viele Jahre hinweg Zeichen der ungebrochenen Liebe bleiben. Hochzeitsringe müssen also vom Design zeitlos und von Verarbeitung und Material "ewig" haltbar sein.

 

Kompetente, fachliche Beratung von Juwelieren bzw. Goldschmieden ist unerlässlich!

Eheringe-mit-Gravur-und-Edelsteinen Hochzeitsringe kann man nicht mal eben "im Vorbeigehen" kaufen. Das gilt insbesondere, wenn man bezüglich Material, Ausführung und Gravur besondere Wünsche hat.

Wenn Sie einen Juwelier Ihres Vertrauens vor Ort haben, wenden Sie sich natürlich mit Ihren Vorstellungen an ihn. Doch auch im Internet findet man sehr gute Angebote, die man ruhigen Gewissens nutzen kann. Achten Sie bei der Suche allerdings auf Bewertungen und Erfahrungsberichte anderer Kunden..

 

Die Ringe frühzeitig auf die Erledigungsliste setzen!

Bei der Wahl der Eheringe gibt es also so viel zu bedenken, dass man sie nicht mal eben "im Vorbeigehen" kaufen oder auf die Schnelle bestellen kann.

Als Brautpaar sollten Sie frühzeitig beginnen, sich um die Auswahl Ihrer Ringe zu kümmern.

Spätestens sechs Monate vor Ihrem Hochzeitstermin müssen die Ringe auf Ihrer Hochzeitscheckliste stehen!

Ich höre immer wieder von Geistlichen und Standesbeamten, dass Hochzeitspaare mit Ersatzringen - manchmal geliehen von den Trauzeugen - den Ringwechsel vornehmen, weil ihre Ringe noch nicht vorliegen. Das ist zu schade, denn die Ringe, die man ein Leben lang an der Hand trägt, sollten genau die Ringe sein, mit denen man sich im Standesamt bzw. am Traualtar ewige Liebe und Treue gelobte.

Als ersten Schritt lassen Sie sich optisch von der großen Vielfalt inspirieren, die Sie im Internet ansehen können. Wenn Sie dann eine konkrete Vorstellung von Ihren Ringen haben, entscheiden Sie sich für einen Juwelier. Haben Sie keine Scheu, Hochzeitsringe im Internet zu bestellen - wenn Sie sich beim Recherchieren Zeit lassen, finden Sie hier kompetente und vertrauenswürdige Juweliere und Goldschmiede.

 

Weitere Kapitel zum Trauring:

Bedeutung der Trauringe

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