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© Dipl.-Päd. Pfarrer Frank Maibaum / frank-maibaum.de

 

Die Wahl der Trauzeugen

Die ursprüngliche Aufgabe der Trauzeugen

Ursprünglich - und bis in die Neuzeit hinein - waren Trauzeugen genau das, was der Name besagt: Sie bezeugten, dass zwei Menschen verheiratet sind. Solche Zeugen waren notwendig, da noch kein zuverlässiges Urkundenwesen bestand. Wenn zwei Menschen belegen mussten, dass sie im Stand der Ehe sind, so brachten sie mangels einer schriftlichen Urkunde zwei glaubhafte Zeugen. Die amtliche Aufgabe, den Personenstand zu bezeugen, haben Trauzeugen nicht mehr. Die Eheschließung wird heutzutage im Personenstandsregister elektronisch und dauerhaft festgehalten.

Da die Trauung nicht mehr durch anwesende Personen bezeugt werden muss, könnte man auf Trauzeugen verzichten. Und so ist es auch: Lediglich bei katholischen Hochzeiten und ökumenischen Hochzeiten in der katholischen Kirche sind sie zwingend notwendig; bei den Protestanten sowie bei ökumenischen Trauungen in der evangelischen Kirche und für die standesamtliche Zeremonie kann das Traupaar frei wählen, ob es Trauzeugen benennt oder nicht. Doch kaum eine Trauung findet ohne Trauzeugen statt; die große Mehrheit der Hochzeitspaare hat diese Personen weiterhin gern an der Seite.

Die heutige Bedeutung der Trauzeugen

Es geht um Vertrauen

Ein bisschen von der ursprünglichen Aufgabe, die Ehe zu bezeugen, ist geblieben - aber dem Paar gegenüber. Wenn das Paar sich zu sehr streitet und allein keine Versöhnung findet, so sind die Trauzeugen gefragt, nach dem Motto:

"Wir können bezeugen, dass Ihr euch ewige Liebe und Treue versprochen habt; wir waren dabei, als Ihr bedingungslos "Ja" einander sagtet; weil Ihr und eure Liebe uns am Herzen liegt, bitten wir euch, versucht wieder zueinander zu finden; wir helfen euch gern dabei."

Trauzeuge zu sein, ist keine amtliche Aufgabe mehr, sondern eine sehr persönliche und vertrauensvolle. Gut, wenn man über die Familienmitglieder hinaus noch Menschen hat, denen man vertrauen kann und sehr Persönliches anvertrauen kann. Daher sind Konstellationen wie Braut/Schwester oder Bräutigam/Bruder nicht unüblich. Die Auswahl des Trauzeugen bzw. der Trauzeugin sollte also gewissenhaft erfolgen. Man sollte die Personen lange genug kennen und sicher zu sein, dass sie einem (fast) jeden Wunsch von den Lippen ablesen könnte.

Es geht um tatkräftige Hilfe

Als Trauzeuge auserwählt zu werden ist nicht nur eine riesige Ehre, sondern auch mit einer Menge Verantwortung und gar Stress verbunden. Haben sich die Eheschließenden für jemanden entschieden, werden etliche Aufgaben auf sie bzw. ihn zukommen. Trauzeugen unterstützen das Brautpaar bei der Planung und Durchführung aller Hochzeitsfeierlichkeiten: Junggesellenabschied bzw. Hen Party (Junggesellinnenabschied), Polterabend, standesamtliche, kirchliche bzw. freie Trauzeremonie und das Hochzeitsfest. Da wird mit geplant, angefasst und für weitere eifrige Helfer gesorgt.

Die Trauzeugen helfen, dass die Hochzeitsfeierlichkeiten unvergesslich werden - von den Überraschungen für das Brautpaar über den Sektempfang bis zum Entgegennehmen der Geschenke wirken sie tatkräftig mit.

Die formelle Anwesenheit bei der kirchlichen Trauung und die Unterschrift auf der Heiratsurkunde (nur bei einer katholischen Trauung müssen die Trauzeugen unterschreiben) ist zwar wichtig, dennoch nur ein kleiner Bestandteil des Aufgabenfeldes. Für die kirchliche Trauung ist es gut, wenn Trauzeugen einer christlichen Konfession angehören; Voraussetzung ist das aber nicht mehr. Wenn ihnen kirchliche Zeremonien aber vertraut sind, so fällt es ihnen sicherlich leichter, eine Lesung vorzutragen, die Ringe anzureichen, die Brautkerze zu halten, Gute Wünsche und die Fürbitten zusammenzustellen und zu lesen. Das sind Aufgaben, an denen Trauzeugen sich beteiligen können.

Tradition hat die "Rede des Trauzeugen", dass bedeutet, dass mindestens ein Trauzeuge (bzw. eine Trauzeugin) eine Glückwunschrede hält. Aufgabe der Trauzeugen ist es auch, für die Dinge zu sorgen, die das Brautpaar überraschen soll. Dazu gehören lustige Spiele oder witzige Fotosessions. Hier können Sie zu dem Thema Fotos und Geschenkideen weiterlesen.

Reden halten, Überraschungen organisieren, Hochzeitsspiele aussuchen und leiten - da ist man am Tag der Hochzeit auch Entertainer. Dabei sollte man sich gut überlegen, ob der Baut oder der Bräutigam die Idee gefallen wird. Wer beispielsweise kein absoluter Partytyp ist, sollte keine Mallorca Party im Ballermann-Stil planen. Schließlich ist alles nur einmalig und man möchte niemanden enttäuschen.

Auch bei der Auswahl von Brautkleid oder Hochzeitsanzug steht man dem Paar mit gutem Rat zur Seite. Sogar die vielen kleinen Dinge wie "Notfallset" für die Braut, Tischdekoration, Sitzplan, das Fingerfood-Buffet, Hilfe beim Annehmen der Geschenke hat man mit im Blick

Was Trauzeugen schenken

Von den Trauzeugen sollte ein ganz besonderes, originelles Geschenk an das Brautpaar gehen. Allein ein Blumenstrauß mit einer netten Karte sind da zu langweilig. Im Internet findet man viele lustige und schöne Ideen für kleine und große Überraschungen mit persönlicher Note.

Bunte Ballons fliegen in den Himmel

Helium Herzluftballons sind in manchen Regionen schon fast zu einer Tradition geworden.

Bei der Ballon-Überraschung bekommt jeder Gast eine Karte und einen Luftballon. Auf die Karte schreibt man dann, was man dem Brautpaar wünscht und lässt die Ballons gemeinsam steigen.
Besonders ist ein Video mit Botschaften der engsten Gäste; das ist zwar mit viel Aufwand verbunden, jedoch eine super Idee als Erinnerung.
Am Tag der Hochzeit kann auch eine Leinwand aufgestellt werden auf die jeder der Anwesenden Gäste einen Fingerabdruck drückt. So entsteht ein originelles Gästebuch. Was Trauzeugen schenken - dazu gibt dazu unzählige kreative Ideen, die von Herzen kommen.

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Für die Planung der Trauzeremonie

Das ist der TOP-Ratgeber für die Planung und Feier einer kirchlichen Trauzeremonie - 7. Auflage

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Völlig neu bearbeitete Ausgabe 2016

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