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Brautführer - Wer begleitet Braut / Bräutigam zum Altar?


> Wer führt Braut und / oder Bräutigam zum Altar?

> 1. Möglichkeit: Das Paar wird vom Pfarrer bzw. der Pfarrerin geführt

> 2. Möglichkeit: Der Brautvater führt die Braut in die Hochzeitskirche

> Der Kompromiss: Der Bräutigam geht der Braut entgegen.

> Das kann der "Brautführer" zur "Übergabe" sagen

> 3. Möglichkeit: Eine andere Person führt die Braut

> Außergewöhnlich: Der Bräutigam wird der Braut "übergeben"

 

 

 

Wer führt

Umstrittenes Thema

Ich habe beide Formen ziemlich gleich oft erlebt.

Es ist eine symbolische Handlung (Zeichenhandlung) Lassen Sie sich nichts einreden und Ihre Vorstellungen nicht ausreden. Sie geben dieser Handlung den Sinn.

Wenn Sie gemeinsam gehen möchten, tun Sie das

Wenn Sie möchten, dass die Braut geführt wird, machen Sie es so. Lassen Sie sich das nicht ausreden.

 

 

 

Manche sagen: Da nach katholischem Verständnis die Ehe erst in der Kirche geschlossen wird, wäre es unlogisch gemeinsam zum Altar zu gehen.
Da Protestanten in der Kirche ihre bereits geschlossene Ehe segnen lassen, ziehen sie natürlich bereits als Ehepaar gemeinsam ein.

 

 

 

Der alte Brauch: 
Der Brautvater führt die Braut in die Hochzeitskirche 
und "übergibt" sie dem Schwiegersohn.

Ja, das ist der alte Brauch.

Manche sagen, das sei patriarchalisch. Doch dieses Argument ist "theoretisch" und hat mit der heutigen Lebenswirklichkeit nichts zu tun. Frauen, die daheim unterdrückt werde, oder wo der Vater ein zu strenges Regiment führt, lassen sich doch nicht von ihm führen. Gerade die Frauen, die sich vom Vater führen ließen sind sehr selbstbewusst 

Setzten Sie es durch

 

Kompromiss: Braut wird bis in die Mitte der Kirche geführt. Bräutigam geht ihr entgegen und beide gehen weiter zum Altar.

 

 

Zu Beginn des Gottesdienstes, 
(während die Gäste und der Bräutigam mit den Trauzeugen schon in der Kirche warten) kann der Brautvater die Braut in die Hochzeitskirche führen. (Die Orgel spielt dazu den Hochzeitsmarsch oder ein entsprechendes Musikstück.) Der Brautvater "überreicht" am Altar seine Tochter dem Bräutigam. Dies ist eine alte Tradition. Als symbolische Handlung verdeutlicht sie, was Hochzeit früher bedeutete: Die Braut wird dem Partner anvertraut. Heute sehen wir es eher so, dass beide Partner einander anvertraut werden. Mit diesem neuen Bewusstsein können wir die alte Tradition pflegen. 

 

 

Bräutigam geht der Braut entgegen

 

 

 

Der Brautvater kann dazu ein paar Worte laut aussprechen (ablesen). Hier zwei Beispiele: 

Unsere Tochter ist uns ans Herz gewachsen, gern würden wir sie weiterhin nah bei uns haben. Doch schon in der Bibel steht, dass der Mensch Vater und Mutter verlassen wird, um eine neue Verbindung einzugehen. Also gebe ich sie an Deine Hand, wir vertrauen darauf, dass Du ihr ein liebevoller Partner bist und sie dir eine liebevolle Partnerin.

oder

Wir haben "ja" zu ihr gesagt und immer gerne ihre Hand gehalten, so wie deine Eltern "ja" zu dir sagten. Wir lassen wir sie nun gerne los und sind dankbar dafür, dass ihr euch nun an der Hand nehmt und gemeinsam weitergeht. Heute dürfen wir erleben, wie Ihr zwei zueinander "ja" sagt. ein größeres Glück kann es auch für Eltern kaum geben.

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Eine weitere Möglichkeit: 
Eine andere Personen führt die Braut zum Altar,
um sie dem dort wartenden Bräutigam zu übergeben.

Andere Personen, 
wie Geschwister oder Freundinnen können die Braut zu Beginn der Hochzeitsmesse hereinführen. Was diese symbolische Handlung ausdrückt, können sie dann auch so in Worte fassen: 

Wir haben sie lieb und werden sie weiterhin begleiten. Nun nimmst Du Ihre Hand.

oder

Es gibt kein größeres Glück, als wenn zwei Menschen bedingungslos ja zueinander sagen. Weil wir euch so gern mögen, geben euch gern einander an die Hand. Vergesst nicht, dass ihr Freunde habt, die sich mit euch freuen, die für euch da sind und die immer hinter euch stehen.

Führen Kinder die Braut oder den Bräutigam herein? Dann beachten Sie die Anregung auf die Seite "MITWIRKENDE / Kinder"

 

 

Eine außergewöhnliche Möglichkeit:
Der Bräutigam wird in die Kirche geführt
und der wartenden Braut an die Hand gegeben.

Nicht nur die Braut, 
auch der Bräutigam kann von Verwandten oder Freunden bzw. Freundinnen hereingeführt werden. Dieses "Übergaberitual" kann gerne auch wechselseitig gestaltet werden – beide Brautleute werden dabei einander anvertraut. Tradition hat zwar nur die Übergabe der Braut, aber als Zeichen der Gleichberechtigung dürfen wir uns hier Freiheiten nehmen.

Bei der Hochzeitsfeier beteiligen sich viele Personen. Sie bereiten vor und beteiligen sich im Gottesdienst und bei der anschließenden Feier. Machen Sie diesen aktiven Personen ein kleines Geschenk. Unsere Empfehlung für ein geschmackvolles Geschenkbüchlein: "Im Namen der Liebe"

Dazu zeigen wir Ihnen hier Beispiele für kleine Reden und Texte, die Sie als Dankesrede halten können.

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Liebesbuch Trauung

Liebe ist ...
... eine wunderbare Sache,
das höchste Gut,
das jede Last leicht erscheinen lässt.
Liebe ist wachsam,
und selbst im Schlaf
wacht sie noch.
Auch wenn sie ermüdet,
erschöpft sie sich nicht,
und wenn man sie bedrängt,
lässt sie sich nicht bezwingen.

(Thomas a Kampis)

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Angebot von Dipl.-Päd. Pfarrer Frank Maibaum  © bei: www.frank-maibaum.de  /  Stand: 19. Juni 2011