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Predigt bei der Trauung von Carl Philip von Schweden mit Sofia

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Ansprache des Bischofs an Carl Philip & Sofia

Die Hochzeitspredigt zur Trauung am 13. Juni 2015 hielt Lars-Göran Lönnermark - emeritierter Bischof von Skara. (Emeritiert = Im Ruhestand) Der Bischof (im Bild links) traute schon die Kronprinzessin Victoria mit Olaf Daniel.

Bischof Loennemark bei der Trauung von Carl Philip und Sofia

Wortlaut der Traupredigt

Aus Erfahrung wissen wir ja,

je höher die Geschwindigkeit auf der Rennstrecke, je länger das Rennen, desto wichtiger ist der Boxenstopp.

Das Paar schaut sich an und lacht - Carl Philip ist Rennsportfan!

Da wird aufgetankt. Da wird ein eventuell notwendiger Reifenwechsel vorgenommen. Da wird die Wartung durchgeführt. Schnell muss das gehen - die Qualität wird in Sekunden gemessen, denn es gilt, nicht langsamer zu werden, wieder raus auf die Bahn zu kommen, dem Ziel näher.

Lieber Carl Philip, liebe Sofia,

ich denke dabei an euer Zuhause. Sicherlich kann man ein Heim mit einer Box vergleichen. Die meisten von uns kennen es aus eigener Erfahrung, dass unser Zuhause oftmals einer Box beim Grand Prix gleicht: schnellstmöglich auftanken, umziehen und los geht es zur nächsten Aufgabe.

Gleichzeitig wissen wir aber, dass man es so nicht die ganze Zeit durchhalten kann. Ja, unser Zuhause muss eine Box anderer Art sein.

Sofia und Carl Philip, es muss eine Tankstelle anderer Art und Weise sein, ein Zuhause, wo ihr nicht immer in Sekunden und Minuten rechnen müsst, aber wo ihr Beide zusammen sein und Abschalten könnt. Wo Ihr Sicherheit und gegenseitig Liebe einatmen könnt. Ein Heim , das Quelle der Liebe ist, inmitten einer Umgebung, die Ruhe und Nähe vermittelt. Ein Heim mit einem Innenleben, das Euer ganz eigenes bleibt.

Eure Tage und Wochen werden natürlich bis über den Rand hinaus gefüllt sein - mit Aufgaben die man von Außen an Euch heranträgt und auch solchen, die auf Euren eigenen Ambitionen beruhen. Ihr Beide wollt gestalten und formen. Mögen es Dinge sein, die ein besseres Leben betreffen oder die Zukunft von Kindern. Ihr seid um das Wohlergehen von Menschen bemüht - nicht zuletzt von jungen Menschen.

Da kann die Anzahl der Umdrehungen schon mal zu schnell ansteigen.

Aber unser Leben ist letztendlich kein Grand Prix Rennen.

Den Großen Preis habt Ihr ja schon gewonnen - durch euer Ja-Wort. Stellt sicher, dass Euer Leben und euer Zuhause auch so etwas ist wie ein entspannter Spielplatz. Damit sage ich nicht, dass das leben immer leicht wie ein Spiel ist, sondern auf diese Weise macht Ihr es in Eurem Leben möglich, ein spontanes Lachen und ein Lächeln voneinander aufzufangen. Euer Zuhause soll ein Ort des Ausruhens sein und ein Ort, wo Ihr fröhlich sein könnt.

Dadurch wird es die Quelle der Kraft, die Euch hilft, den Druck von Außen zu bestehen und Euch mit neuer Energie auch den Dingen zu widmen, die Euch am Herzen liegen.

Athair ar neamh

Athair ar neamh - Ihr seid mit Musik in diese Schlosskirche geschritten. Diese Musik ist ein gälisches Lied, das ein Gebet ist: Vater im Himmel, segne uns - Athair ar neamh.

Die Schlosskirche ist erfüllt von all den Glückwünschen, die Euch entgegen strömen. Ihr lasst uns an Eurer Freude teilhaben - uns hier und all die Menschen, die den Gottesdienst am Fernsehen verfolgen.

Zu den guten Wünschen kommt auch Gottes Segen. Der Segen ist die Basis dieses Gottesdienstes.

Vater im Himmel, segne uns - Sprecht dieses Gebet weiterhin, ein ganzes Leben lang und bedenkt: Ein gegenseitiges "Ja" ist ein Gelübde, ein Versprechen für das ganze Leben. Unser Leben ist die heilige und liebevolle Gabe Gottes an uns. Er ist die Quelle für Güte und Liebe, für das Engagement , das künstlerische Schaffen, die Freude und Mitmenschlichkeit und die Fürsorge.

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Paulus schrieb in einem seiner Briefe:

Einer trage des anderen Last, so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen. Das Gesetz - das klingt wie etwas Schwieriges. Doch gemeint ist damit der Sinn des Lebens. Schaut einander an und ihr findet den Sinn des Lebens.

Ihr habt in Eurer Liederwahl diese alten Texte in unsere heutige übertragen lassen. Das Lied, das wir hörten, Fix you, when you try your best, but you don't succeed, I will try to fix you. Es gilt also bereit zu sein, die Last des anderen zu tragen, so auch für Euch.

Wir werden auch gleich noch hören: Wenn du fällst, helfe ich dir wieder auf. Auch wenn der Regen schüttet, kannst du unter meinem Regenschirm stehen.

Tragt die Last des anderen, dann erfüllt ihr das Gesetz Christi.

Ihr habt bewusst diese Lieder gewählt, denke ich, um Eure Liebe und was Ihr einander bedeutet zu beschreiben. Teilt diese Freude miteinander, erstrahlt gemeinsam, leuchtet einer für den anderen, denn das ist, was Ihr wollt, das Glück des anderen zu bewahren.

Dabei seid Ihr nicht allein. Gebt auch Gott einen Platz inmitten Eurem Glück und Eurer Geborgenheit, einem göttlichem Schirm bei Sonne und Regen. Er gibt die Antwort auf die Einzugsmusik: Vater im Himmel, segne uns.

So werdet Ihr ein Segen sein. Amen.

 

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