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In der Kirche und im Standesamt wird der Ablauf der Trauung von vielen äußeren und inhaltlichen Bedingungen mitbestimmt. Insbesondere ist der zeitliche Rahmen begrenzt, was insbesondere für die standesamtliche Zeremonie gilt, denn oftmals wartet schon das nächste Brautpaar vor der Tür. Bei der kirchlichen Trauung ist man an viele inhaltliche Vorgaben gebunden, die Texte sind oft unverständlich und die vom Geistlichen vorgeschlagenen Lieder passen oft nicht in unsere Zeit.
Bei der freien Trauung ist man bezüglich inhaltlicher Gestaltung, bezüglich der Lieder und Lesetexte, bezüglich Zeit und Ort völlig frei! Sie als Brautpaar dürfen Ihre Lesungstexte sowie Ihre Lieblingslieder auswählen (das dürfen gern auch moderne Liebeslieder sein). Auch den zeitlichen Rahmen sowie den Ort der Trauung dürfen Sie frei wählen.
Wenn man zwar religiös und in der Kirche ist, aber mit dem zuständigen Pfarrer / der Pfarrerin nicht klar kommt?Wenn sich die Möglichkeit einer kirchlichen Hochzeit bietet, so verzichten Sie nicht so schnell darauf. Der Segen Gottes und das Know-How in Bezug auf die Gestaltung einer stimmigen Trauzeremonie ist anderswo nicht in dieser Qualität zu erhalten.
Wenden Sie sich mit Ihren entsprechenden Wünschen an Ihre Kirchengemeinde / Ihr Pfarramt.
Ist weder die Braut noch der Bräutigam Glied ("Mitglied") einer Kirche, dann ist eine kirchliche Trauung natürlich nicht möglich - auch nicht sinnvoll. Dennoch muss man nicht auf eine romantische und besonders feierliche Hochzeitszeremonie verzichten. Dann bietet sich an, entweder A) die standesamtliche Zeremonie besonders feierlich zu gestalten - mit einer persönlichen Liebeserklärung am Trautisch, mit Lovesongs, Lesungen und Symbolhandlungen wie das Entzünden der Hochzeitskerze oder B) das Ja-Wort in Rahmen einer Freien Trauzeremonie zu geben.
A) Standesamtliche Trauung feierlich gestalten
Prüfen Sie, ob der Ablauf der standesamtlichen Trauung zu einer ausführlichen Trauzeremonie erweitert werden kann, sodass die standesamtliche Zeremonie in ihrer Feierlichkeit einer freien bzw. einer kirchlichen Trauung gleichkommt. Die meisten Standesämter machen die Trauung auch in besonderen Trauzimmern möglich - nicht nur im schlichten Trausaal des Rathauses. So sind Burgen, Schlösser, Schiffe offizielle Trauorte, zu denen der Standesbeamte bzw. die Standesbeamtin kommt. Hier kann sich das Brautpaar das Trauversprechen geben.
So ist z. B. in Köln die Trauung in der Severinstorburg möglich, in Hamburg feiert man gern die standesamtliche Trauung an Bord eines Schiffes oder im Wasserschloss, in München im Schloss Nymphenburg - um nur einige Beispiele zu nennen. Die Website Ihres Standesamtes gibt Ihnen Auskunft, welche Location bei Ihnen möglich ist.
Jedenfalls müssen Sie sich zunächst an Ihr Standesamt an Ihrem Wohnort wenden. Da müssen Sie dann auch prüfen, inwieweit Ihre Vorstellungen bezüglich inhaltlichem und zeitlichem Ablauf in Ihrem Standesamt zu realisieren sind. Auf meiner Website zur standesamtlichen Trauung gebe ich Ihnen dazu alle nötigen Informationen.
B) Eine Freie Trauung feiern
Ich empfehle, zuerst die oben genannten Möglichkeiten abzuwägen. Erweisen diese sich als nicht geeignet, so kommt die Freie Trauung in Betracht. Dazu sind zunächst zwei Entscheidungen nötig: Erstens müssen Sie die Location auswählen und festmachen, also den Ort, an dem die Trauzeremonie stattfindet. Zweitens müssen Sie einen freien Redner bzw. eine freie Rednerin finden, die die Trauung zelebriert. Diese beiden Punkte sollten Sie frühzeitig angehen, durchaus schon ein Jahr vor dem Hochzeitstermin, denn insbesondere die Hochzeitsredner sind vielerorts schnell ausgebucht.
Bei der Wahl eines Hochzeitsredners sollten Sie sehr sorgfältig vorgehen und die möglichen "Kandidaten" genau prüfen. Lassen Sie sich Referenzen zeigen und wenn möglich, besuchen Sie vorher als Gast eine Hochzeit, die Ihr potentieller Hochzeitsredner gestaltet.
Wenn die äußeren Gegebenheiten (Ort der Feier und Redner) geklärt sind, beschäftigen Sie sich mit dem Ablauf und der inhaltlichen Gestaltung Ihrer Freien Trauung. Der Ablauf muss z. B. mit Musik, mit einer schönen Geschichte als Lesung, mit einem Gedicht zur Hochzeitskerze und einer besonderen Liebeserklärung am Trautisch (Trauversprechen) angereichert werden.
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